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Papilio

Das Papilio Programm setzt ganz früh an – in der Kita, bei Kindern zwischen 3 – 6 Jahren. Durch Spiele, gemeinsame Aktivitäten und Lieder stärkt es die sozial-emotionalen Kompetenzen der Kinder. Zum Beispiel, wie sie ihre Gefühle benennen und damit umgehen können. Durchgeführt wird das Programm von den Erzieherinnen, die Elemente des Programms dann auch im weiteren Kitaalltag nutzen können. Die Eltern werden ebenfalls mit einbezogen und durch Papilio bei der Erziehung unterstützt.
Die Erzieherinnen lernen und üben in der Papilio-Fortbildung, wie sie durch ihr eigenes Verhalten die Entwicklung der Kinder noch bewusster fördern können. Sie werden auch darin geschult, wie dieses entwicklungsfördernde Erziehungsverhalten an die Eltern weitergegeben werden kann.

Ziele des Programms

Wir möchten Kindern einen guten Weg zeigen, mit sich und anderen zurechtzukommen. Noch bevor Sucht und Gewalt ein Thema für sie werden, erleichtert Papilio ihnen den Umgang mit den eigenen Gefühlen, anderen Kindern und bestehenden Regeln. Das sind wichtige Schutzfaktoren. Diese Kompetenzen wirken sich auf ihr weiteres Leben aus und vermindern spätere Verhaltensauffälligkeiten.

Bestandteile von Papilio

  • Entwicklungsförderndes Erziehungsverhalten (Loben, Handlungsanweisungen, Umgang mit Regeln und unerwünschtem Verhalten)
  • Spiele und Maßnahmen für Kinder:

    • Paula und die Kistenkobolde (entwickelt mit der Augsburger Puppenkiste)
    • Spielzeug-macht-Ferien-Tag
    • Meins-deins-unser-Spiel

  • Elternarbeit im ElternClub
  • Begleitmaterialien die Kitas und Zuhause

Projektseite:    papilio.de

Wenn Sie wissen möchten, wie ein beispielhaftes Papilio Projekt abläuft, können Sie hier den Erfahrungsbericht zu Papilio in Brandenburg herunterladen.

Erfahrungsbericht_Papilio.pdf

Besonderheiten des Programms

Durchführung durch die Erzieherinnen

Papilio beginnt mit einer Fortbildung der Erzieherinnen. Sie führen das Projekt durch und können seine Bestandteile in den Kitaalltag integrieren. Auch wenn die Kinder später Elemente des Programms aufgreifen, sind die Erzieherinnen damit vertraut und können optimal darauf eingehen. Sie können zum Beispiel das Mutmach-Lied mit den Kindern singen oder ein geeignetes Spiel spielen. Wir freuen uns, dass die Resonanz der Erzieherinnen außerordentlich positiv ist.

Einbindung der Eltern

Die Eltern können sich über den ElternClub mit anderen Eltern und den Erzieherinnen austauschen. Vor allem können sie die Bestandteile des Papilio-Programms auch Zuhause nutzen. Wenn ihnen ein eben noch wütendes Kind anhand der Figur Zornibold erklären kann, was in ihm vorgeht, ist das für alle Beteiligten ein enormer Schritt zu einem besseren Verständnis.

Positive Wirkung ist wissenschaftlich nachgewiesen

Eine der größten Studien im Kindergartenbereich mit 700 Kindern, ihren Erzieherinnen und Eltern konnte zeigen, dass Papilio nachweislich erste Verhaltensauffälligkeiten reduziert und die sozial-emotionale Kompetenz erhöht. Obwohl Papilio "nur" ein Kindergarten-Programm ist, konnte die Studie zudem nachweisen, dass Kinder, die Papilio erlebt haben, am Ende der ersten Klasse bessere Noten hatten, als vergleichbare Kinder ohne Papilio-Förderung.

Modellprojekt 2017: „Paula kommt in die Grundschule“

Im Sommer 2017 startete das Modellprojekt zur Umsetzung von Papilio auch an Grundschulen. Über zwei Jahre hinweg und von der Freien Universität Berlin wissenschaftlich begleitet soll eine Studie ermitteln, wie das Präventionsprogramm auch für Grundschulkinder umgesetzt werden kann. Der Tannenhof Berlin-Brandenburg ist bei der Curriculums-Erstellung beteiligt gewesen und wird die Studie in fünf Brandenburger Landkreisen umsetzen. Sowohl in Nordrhein-Westfalen, als auch in Brandenburg können sich Schulen ab jetzt bewerben, um an der Erprobung von „Paula kommt in die Grundschule“ teilzunehmen. Entweder über www.papilio.de oder an die unten genannten Kontaktdaten von Ellen Martin von der Überregionalen Suchtpräventionsfachstelle des Tannenhof Berlin-Brandenburg.

Träger des Projekts

Tannenhof Berlin-Brandenburg ist seit dem Jahr 2006 für Süd-Brandenburg und Potsdam Träger von Papilio. Das Programm wurde 2008 offiziell in den Maßnahmenkatalog der Landessuchtkonferenz des Landes Brandenburg aufgenommen. Etwa 30 Kindergärten in fünf Landkreisen, in denen der Tannenhof Berlin-Brandenburg aktiv ist, setzen mittlerweile das Programm um und treffen sich zum jährlichen Fachaustausch. Seit 2017 wird das Papilio-Programm auch im Kinderhaus Tannenhof in Berlin angeboten sowie als Modell-Projekt auch für Grundschulen erprobt.

Anmeldung

Um mehr über Papilio zu erfahren, wenden Sie sich an die Überregionale Suchtpräventionsfachstelle des Tannenhofs Berlin-Brandenburg.

Überregionale Suchtpräventionsfachstelle
Ellen Martin, Dipl.-Pädagogin
Beethovenweg 14b
15907 Lübben

03546/18 65 56

03546/22 54 99

ellen.martin@tannenhof.de